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Ursachen von Haarausfall – Welche Gründe gibt es?

Veröffentlicht am: 23. Juli 2015 | Wissen

Welche Ursachen von Haarausfall gibt es überhaupt? Wieso verlieren wir Haare auf dem Kopf?

Haarausfall ist ein unfaires Thema – manche Männer haben bereits mit 18 Jahren eine Glatze, andere behalten ihr volles Haupthaar bis ans Lebensende. Ich kann davon ein Lied singen. Während ich abgesehen von ein paar Geheimratsecken volles Haar habe, ist mein Bruder seit vielen Jahren komplett kahl. Haarausfall ist in den meisten Fällen ein Glücksspiel – nur selten kann man persönlich etwas dagegen unternehmen.

Die Ursachen von Haarausfall können recht vielfältig sein. In den meisten Fällen ist Haarausfall genetisch oder auch hormonell bedingt, manchmal sind aber auch die Umwelteinflüsse oder verschiedene Krankheiten Schuld. In den meisten Fällen lässt sich der Haarwuchs nicht wiederherstellen.

Ich möchte heute die verschiedenen Gründe für Haarausfall durchgehen und erklären – schließlich leiden 80 bis 90% aller Männer darunter. Es handelt sich also um ein Problem, das fast alle Männer etwas angeht.

Reaktion auf Testosteron

Wenn Testosteron im Körper abgebaut wird, entsteht ein Zwischenprodukt namens Dihydrotestosteron. Haarwurzeln reagieren oftmals allergisch auf diese Substanz, sodass sie ihre Haare abstoßen. Dabei gilt: Je mehr Testosteron sich im Körper befindet, desto heftiger fällt die Reaktion der Kopfhaut aus. Das ist übrigens auch der Grund, wieso Sportler, die ihrem Körper künstliches Testosteron zuführen, einen höheren Haaransatz oder gar eine komplette Glatze bekommen.

Eine allergische Reaktion auf Testosteron ist in circa 95% aller Fälle die Ursache von Haarausfall bei Männern. Auch Frauen haben mit diesem Effekt zu kämpfen, allerdings ist er bei Frauen lediglich in 80% der Fälle für den Haarausfall verantwortlich.

Das weibliche Sexualhormon Östrogen stimuliert hingegen das Wachstum der Haare, weshalb Frauen so gut wie immer volles Haar haben. Kommen sie in die Wechseljahre, sinkt allerdings die Östrogenkonzentration im Körper, sodass das Testosteron mehr Einfluss erhält – es kommt vermehrt zu Haarausfall.

Autoimmunreaktion

Es kann passieren, dass der Körper die eigenen Haare als Fremdkörper identifiziert und dagegen ankämpft – ähnlich wie bei einer Allergie. Im besten Fall ist diese Autoimmunreaktion lediglich temporär, sodass die Haare wieder sprießen, wenn sich der Körper beruhigt hat. Im schlimmsten Fall werden die Haarfollikel komplett zerstört, sodass Narbengewebe auf dem Kopf entsteht. In diesem Fall ist der Haarausfall unumkehrbar.

Krankheiten

Wenn im Körper besonders schwere Krankheiten wüten, kann es sein, dass der Körper all seine Energien dazu verwendet, die Krankheit zu bekämpfen. Ist dies der Fall, kann es ebenfalls zu Haarausfall kommen, da Haare nur optional sind und die Behandlung der Krankheit oberste Priorität hat. Normalerweise regenerieren sich die Haare in diesem Fall allerdings wieder, sobald die Krankheit besiegt wurde.

Des Weiteren können Medikamente, die dem Körper im Krankheitsfall zugeführt werden, ebenfalls als Ursache von Haarausfall aufgeführt werden. Verschiedene Medikamente, darunter beispielsweise Antibiotika, Betablocker oder auch Schilddrüsenmedikamente, gelangen über den Blutstrom in die Kopfhaut und hemmen dort das Haarwachstum bzw. fördern Haarausfall.

Diäten und schlechte Ernährung

Damit der Körper Haare ausbilden kann, werden verschiedenste Nährstoffe benötigt, die als Bausteine fungieren. Wenn er diese Nährstoffe aufgrund einer Mangelernährung, einer Diät oder einfach nur schlechten Ernährungsgewohnheiten nicht erhält, kann es passieren, das die Haare nach und nach ausfallen. Doch keine Sorge: Wenn man sich wieder vollwertig und gesund ernährt, sollten die Haare wieder sprießen. Wichtige Stoffe sind beispielsweise Zink oder auch Eisen.

Stress

Es gibt nicht nur körperliche Ursachen von Haarausfall, sondern auch psychische. So kann langanhaltender Stress dazu führen, dass man nach und nach seine Kopfhaare verliert. Diese spezielle Art des Haarausfall ist so zu erklären, dass die Haarfollikel negativ auf die Stresshormone bzw. die Abbauprodukte der Stresshormone reagieren.

Haarausfall ist ein deutliches Zeichen, dass man etwas gegen den anhaltenden Stress unternehmen sollte.

Verschiedene äußere Einflüsse

Zuletzt möchte ich noch verschiedene Umwelteinflüsse erwähnen, die sich negativ auf das Haarwachstum auswirken können. Es gibt dutzende Substanzen, auf die der Körper negativ reagiert, wie beispielsweise Amalgam oder auch Arsen. Von giftigen Stoffen sollte man sich generell fernhalten, da auch diese eine Ursache von Haarausfall darstellen können. Ausnahmefälle wie atomare Strahlung spare ich mir an dieser Stelle.

Quellenangabe

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  • Marco

    Hallo Jasmin! Bei den vier Ursachen für Haarausfall stimmen wir auf jeden Fall zu. Rosemary Mint kennen wir allerdings noch nicht.

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  • Hadi Moualla

    Vielen Dank für die wichtigen Infos. Aber ich habe noch eine Frage: Hat das Haargel eine negative Wirkung auf die Haare bzw. auf den Haarausfall? besonders beim jahrlangen Geleinsatz.

    MFG

    Hadi

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  • Marco

    Hey Hadi, ich benutze seit fast 20 Jahren Gel und Wachs und hatte nie Probleme. Habe auch noch nie etwas davon gehört, außer Du hast vllt. eine Allergie gegen Inhaltsstoffe. Schöne Grüße, Thomas

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